Das wilde Leben

Ein Film den man sich nicht wirklich anschauen muss, wie Saskia und ich gestern festgestellt haben. Grob könnte man den Film als Porno mit Handlung, nicht ganz sinnentleerten Dialogen und einem tragischen Ende beschreiben. Das Leben der Uschi Obermeier in den 70er/80er Jahren halt. Oder das, was ihr trotz massiven Drogenkonsums noch in Erinnerung geblieben ist.

Etwas anstrengend, aber doch teilweise erheiternd waren die Mittfünfziger, die in der Reihe hinter uns saßen und sich über alles und jeden (sowohl Film als auch Kinobesucher) lustig gemacht haben. Naja, wer weiß auf was für einem Trip die so hängen geblieben sind, damals in den 70ern.

Fazit: Einen Film, den man nicht gesehen haben muss. Aber der Soundtrack ist ganz nett.

Kommentare

el comandante hat gesagt…
Dein Review spricht ja auf einer "Metaebene", wie man in widerlichstem Bielefelder-Soziologenjargon zu sagen pflegt, eigentlich gegen dieses cineastische Machwerk. Da empfehle ich doch lieber gleich solche grandiosen Kleinode wie dieses schamlose... ;-)

Bin übrigens auf Deinen vormaligen Blog aufgeschlagen (stichwort "umzug"), als ich mich mal im weltweiten Gewebe umgucken wollte, was in Bielefeld eigentlich außer den zu gefühlten 75 Prozent überflüssigen und spätestens nach 18 Uhr absolut nicht notwendigen Verkehrsampeln noch alles nicht funktioniert... *notizanmich: doch mal wieder bloggen, z.B. über gute Filme... und vielleicht auch mal selbst wieder umziehen?
Eva hat gesagt…
Auch ein schöner Film, den man nicht gesehen haben muss.

Die Nichtfunktionalität der Bielefelder Verkehrswelt bzw von gesamt Bielefeld liegt daran, dass Bielefeld eigentlich nur eine Beta-Version ist und noch erhebliche Mängel aufweist. Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann wissen wir doch alle, dass Bielefeld im Grunde gar nicht existiert. ;)
el comandante hat gesagt…
Zu den Fragen der Zeit:
und dann wird man,
was man furchtbar hasst,
nämlich Cineast,
zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen...


Kaum zu glauben, dass man in der pulsierenden Metropole Ostwestfalens wieder für die Helden der Jugend schwärmt und sie zu schätzen weiß, aber spätestens als der unfähige Aushilfskellner im Limerick mir ein halbes Softeis über meine Jacke splatterte, wusste ich, dass die Bielefeldverschwörung über das Stadium einer unbrauchbaren Alpha-Version noch nicht hinausgekommen ist:
die Idee ist schlecht,
doch die Welt schon bereit...


oder so...

Schleichwerbung in eigener Sache
Ich bitte, meine guten Vorsätze zu beachten: wenigstens habe ich es geschafft, meinen Blog ein wenig zu gestalten...

...und wenn der wissenschaftlichen Texterei Genüge getan ist, feiere ich den Start von
...:::last & leiwand:::... 2.0
noch stilsicher heute (nacht):
ick hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm,
ick hab so Sehnsucht nach meinem Berlin...


*singalong
Eva hat gesagt…
Wer bestellt sich denn auch schon Softeis? Und das auch noch in Bielefeld? Sowas tut man nicht. Die Abstürzenden Brieftauben singen nicht umsonst in ihrem Paderborn-Lied:
Bi-Bi-Bielefeld, da hab ich mir ein Bier bestellt.
el comandante hat gesagt…
Wer sagt denn, dass ICH das Eis bestellt habe? Steht auch hier. Der Typ stolperte in ungekonnter dinner-for-one-Manier die Stufen herunter und unglücklicherweise befand ich mich in der ballistischen Bahn des Eises. Btw.hab ich mir danach latürnich stilecht ein Guinness bestellt... *cheers
Eva hat gesagt…
Ach so... Ich hoffe das Guinnes ging als Wiedergutmachung aufs Haus, wo der unfähige Möchtegernkellner schon die jungfräulich reine Garderobe mit der Eis-Attacke befleckt hatte. Ist das Der Irish-Pup beim Rathaus?
el comandante hat gesagt…
Guinness aus Kulanz auf Haus? Wo denkst Du hin? Hier doch nicht... Nein, mangels nassem Lappen reichte man mir eine nasse Serviette mit dem Ergebnis, das zwar das Eis sich einigermaßen entfernen ließ, dafür aber der Stoff mit Serviettenschnipseln sich kräuselte... Kann mich an West-Berliner Ausflugslokale am Wannsee aus Kindestagen erinnern, die nen besseren gastronomischen Service boten - und das will was heißen...

Als mein Kumpel, mit dem ich da war, wiederum nach einer Serviette für seinen Cocktail verlangte, reichte ihm unser Gastronomiegenie ebenfalls eine nasse Serviette. Kumpelkommentar: "Das lassen wir dann mal lieber..." Schließlich musste er das Trinkgeld (wir haben italienisch gezahlt) für die nur bedingt kompetentere Kellnerin selber hervorkramen, weil die kein Wechselgeld hatte. Noch Fragen? Ach ja, war das Limerick in der Ritterstraße gewesen. Der Laden war m.E. eigentlich ganz o.k., zumal ich auch die Berliner Filiale kenne und schätze, und bis gestern hatte selbst der Bielefelder Laden immer ne fähige Bedienung gehabt...

Übrigens ist das Essen dort nicht schlecht (eigene Erfahrungswerte für Berlin, und in BI stimmte zumindest auch gestern der optische Eindruck...) Soviel noch als Insider-Tipp. Will sagen: Du kannst den Laden durchaus besuchen, wenn das Bedienungs-LineUp stimmt...

Ach ja, der Pub am Rathaus existiert wieder, oder? *kopfkratz Ob geschlossen oder offen, der sieht immer so uneinladend wie das dazugehörige architektonische altbundesdeutsche Architekturkleinod von Neuem Rathaus aus den Seventies aus...
Eva hat gesagt…
Oh, der Laden unterm Rathaus hat zu gemacht? Sieht man mal wieder, wie selten ich in Bielefeld unterwegs bin und wie lange ich schon nicht mehr in dem Pub war bzw. dran vorbei gekommen bin.

Aber das Bier hätten sie dir echt mal ausgeben können, bei so viel geballter Unfähigkeit seitens des Personals.

Bei nassen Servietten kommen bei mir ja Kindheitstraumata hoch. Wenn die Mutter nen Taschentuch hervor kramt, ansabbert und dann dem armen Kind damit den Mund abwischt.
el comandante hat gesagt…
Neinnein, mir deucht, der Pub am Rathaus hat wieder geöffnet... komme da sogar des öfteren vorbei, weil man im Rathausparkhaus ausnahmsweise für ne halbe Stunde kostenlos parken und ich bequem Geld ziehen kann. Genau weiß ich das auch nicht, was ja auch wieder tief blicken lässt (nicht ins Glas, sondern über Bielefeld), warum nur? Weil's da so schön ist...? hm, keine Ahnung.

Vielleicht ist ja in Bicksburg mehr los oder wo Du sonst rumgurkst.. ;-) Es gibt ja in Bibablendifeld durchaus ein paar Lokalitäten zum wochenendlichen Weggehen. Merkwürdigerweise sind die aber auch meistens schlecht besucht, Angebote sind dazu da abzulehnen...

Was das spendierte Bier angeht? Irgendwann fragst Du hier auch nicht mehr nach seit fast nem halben Jahr versprochenen Arbeitsvertragsverlängerungen nach, aus denen dann doch nichts wird. Auf Nachfragen passiert sowieso nüscht. Aber dafür kann sich die Uni statt dessen vielleicht noch ein paar Olivenbäume für Stück knapp 10.000 €uronen zur Verschönerung der anheimelnden Unihalle kaufen...

Wenigstens sind mir Deine Kindheitstraumata erspart geblieben... Wenn überhaupt hatte ich ne trockene Serviette im Gesicht, war aber anscheinend schon immer bzw. sehr früh ein kultiviertes Kerlchen...
Eva hat gesagt…
Die Lokalitäten in meiner Wohngegen sind eher spärlich gesät. Und was das Wochenend-Weggeh-Angebot angeht.
Ich glaube, der OWLer geht entweder nicht weg oder hält sich in Lokalitäten auf, die ein normaler Mensch nicht betritt. Es könnte aber auch sein, dass es mehr Lokalitäten als Einwohner in und um Bielefeld gibt und dadurch die Leere erklärbar wird.
el comandante hat gesagt…
Und welche Lokalitäten gilt es dann, hierzulande zu meiden? Keine unwichtige Frage, um etwaigen Fehltritten ins Leere vorzubeugen...

Generell wohl eher eine Frage von Angebot und Nachfrage und Bedarf und Bedürfnissen potentieller Partyjunkies hier - oder zumindest von Menschen, die sich für solche halten... ;-)
Eva hat gesagt…
Die Namen von den zu meidenden Etablissements kann ich mir nicht alle merken. Diesen Schuppen am Jahnplatz z.B. sollte man weiträumig umfahren.
el comandante hat gesagt…
den Jahnplatz sollte man generell weiträumig und schnell umfahren. leider geht das, wenn man auf den Nachtbus angewiesen ist, nur sehr schwer. aber das "Europa" ist schon ein ProlloTempel vor dem Herrn, keine Frage...