Gedanken einer Zugfahrt

Donnerstag, ca. 12.50Uhr.
Ich bin gerade auf dem Weg von Bielefeld zurück. Mit dem Zug. Im selben Abteil sitzt eine Gruppe lustiger Musikanten. Naja, sie sind lustig, also lustig im Sinne von fröhlich. Das was sie von sich geben ist eher anstrengend, um nicht zu sagen nervig. Ich nenne sie eher Musikterroristen. Bewaffnet mit Akustikgitarre und irgendwas raschelnd-scheppernden. Sowohl Musik machen als auch Singen gehört nicht wirklich zu deren Berufung. Ich fühle mich an Pfadfindergruppen und überambitionierte Kindergärtnerinnen erinnert, die versuchen mit schlecht gespielten und dazu schlecht gesungenen, Selbstkomponierten Liedern den armen Kindern das Zählen beizubringen.
Dem Krach, den die Gruppe erzeugt, bin ich hilflos ausgeliefert. Selbst die Metalband, die mir aus meinem MP3-Player entgegen schreit, schafft es bei doch schon deutlich erhöhter Lautstärke nicht, gegen den Lärm anzukommen. Ich hatte überlegt das Abteil zu wechseln, aber für eine Station lohnt es sich nicht. Daher habe ich mich dagegen entschieden. Vielleicht war es eine Fehlentscheidung. Aber ich bin auch selbst schuld. Schon als ich ins Abteil kam, habe ich diesen Terrortrupp gesehen. Da hätte ich schon erahnen können, was mich erwartet.

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