Wochenendweltreise

Oder wie wir es genannt haben: Aktion Blitzkrieg.
Beginn war Donnerstag Nachmittag. Um 17Uhr haben meine Mutter und ich bei AVIS in Hameln einen Transporter abgeholt. Zur gleichen Zeit in Kassel hat Christian meine Schwester vom Bahnhof abgeholt. Nach der Ankuft der beiden Teams am Startpunkt der geplanten Reise wurde zuerst einmal das Fahrzeug präpariert. Möbel, Kisten und Gedöns wurden fachmännisch im Laderaum des Transporters deponiert. Freitag morgen kamen dann noch Taschen mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln dazu. Um 6Uhr fiel der Startschuß für die erste Etappe, die für unsere kleine Reisegruppe zu bewältigen war.

LONDON
Geplante Ankunftszeit: hoffentlich vor 16.30 Ortszeit. Laut Google Maps 772km und 8Stunden, 13Min Fahrzeit zu erreichen, wenn man sich nicht verfährt.(Da wir alle auf Abenteuer stehen haben wir auf ein Navi verzichtet.) Vorher wollten aber noch einige Länder durchquer werden. Aus Deutschland raus, in die Niederlande rein. Aus den Niederlanden wieder raus, um Belgien zu durchqueren. Dabei hässliche Kühe und merkwürdige Plakate mit Kermit und einem undefinierbarem anderen Tier im Raumanzug am Autobahnrand zu sehen. Unsere Reisegruppe war sich uneins ob es ein Zebra oder doch eher eine Kreuzung aus Waschbär und Stinktier ist.


Nach Belgien gings zum Eurotunnel nach Frankreich. Da wir super gut in der Zeit lagen konnten wir sogar schon einen früheren Zug als den gebuchten nehmen. Nach einer kurzen Zeitreise kamen wir dann auf der Insel an. Und weiter gings nach London rein. Zuvor hatte der liebe Gott oder Satan, man ist sich da nicht ganz einig, die Überquerung der M25 und das Fahren auf der falschen Seite gestellt. Im Stadtgebiet London verließ uns unser Kartenmaterial und wir mussten beim örtlichen Benzindealer Ersatz ordern. Danach war das Auffinden das Lagerhauses kein Problem mehr und innerhalb von ner halben Stunde waren die restlichen Sachen im Transporter verschwunden und weiter gings zum Ort der geplanten Übernachtung.

Dort angekommen weihte ich die londoner Erde mit einer Flasche Eierlikör, was für Unverständnis in den Reihen meiner Mitreisenden sorgte. Ein kurzer Ziwschenstop beim Inder konnte die Opferung der Eierspeise kurzfristig vergessen machen und die allgemeine Stimmung heben. Zum Einen ob der Lebensmittelaufnahmefähigkeit und Geschwindigkeit der Menschen am Nachbartisch. Zum Anderen weil die angebotenen Speisen das Leckerste waren was uns seit langem begegnet ist. Zu Recht besitzt das Restaurant diverse Auszeichnungen. Leider kann ich mich im Moment nicht mehr an den Namen des Restaurants erinnern.

Am nächsten Morgen stand Etappe 2 auf dem Plan. Um 8Uhr Ortszeit/9Uhr deutscher Zeit ging es los zurück Richtung Kontinent. Rauf auf die falsche Straßenseite, raus aus London, runter zum Tunnel, früher als erwartet in Frankreich wieder ans Tageslicht gekommen, in Belgien weiter über die unförmigen Kühe und das Zebrawaschbärstinktier diskutiert und versucht zur weiteren Recherche Fotomaterial zu erstellen. Erfolglos bei Brüssel versucht das Atomium zu erspähen. Die Niederlande kurz gestriffen und dann bei Aachen wieder in Deutschland eingefallen. Nach kurzen Zwischenstops und ohne Staus um 23Uhr in München angekommen nur noch das Nötigste aus dem Auto geholt und ins Bett gefallen. Laut unserem Freund Google waren das ca. 1200km.

Nächsten morgen gings mit dem Stress weiter. Schnell ein Nutellabrot vernichtet und den Transporter entladen. Zum Glück hatten wir dabei noch Extrahilfe durch Anna bekommen. Kaum war das letzte Zeug raus aus dem Auto sind Christian und ich wieder Aufgebrochen um pünktlich in Hameln den Transporter wieder abgeben zu können. Sogar eine Stunde vor vereinbarter Zeit sind wir dann in der Rattenfängerstadt eingetrudelt und mussten sogar noch auf den AVIS-Mann wartet, dass der das Auto zurück nimmt.

Ganz zuhause angekommen machte Christian sich aus Heimweh wieder auf den Heimweg und ich bin nach einer kurzen Erholungspause noch zum Minchenquiz gefahren. (Leider wieder kein Platz auf dem Treppchen erreicht.) Meinen nächsten Geburtstag werde ich auf jeden Fall anders feiern und nicht bei schönstem Grillwetter in nem ollen Transporter auf der Atuobahn verbringen.

Nach kurzer Recherche habe ich rausgefunden, dass es auf jeden Fall ein Zebra und das Kermit nicht Kermit sondern eine Schildkröte mit Namen Zikki ist. Die Plakate werben übrigens führ mehr Sicherheit im Straßenverkehr und wer will, der kann auf der Webseite von Zeppe&Zikki ne schicke Warnweste gewinnen.

Kommentare

Kathrin hat gesagt…
Hiya, the name of the restaurant is CURRY MAHAL and it is in South Harrow, Zone 5 London North West, just in case you ever want to come again ....

Cheers, Kathrin & Stefan