Hirnschäden durch Musik

Manchmal ist die Welt böse und gemein. Besonders, wenn man in einem Shoppingcenter seinen Dienst tut. Gestern war wieder einmal so ein Tag. Die uns von der Welt bzw. vom Centermanagement auferlegte Gruseligkeit kam dieses Mal in Form einer Autogrammstunde, eines mir bis dato völlig unbekannten Schlagersängers. Was wohl daran liegt, dass Schlager so gar nicht meins ist. Um soetwas zu ertragen, müsste ich sehr sehr viel Alkohol komsumieren, worauf hin ich hoffentlich komatös umkippen würde und möglichst schnell von irgendwelchen Sanitätern abgeholt würde. Nüchtern geht gar nicht, wie ich auch gestern wieder festgestellt habe.

Besagter Schlagersänger, sein Name ist übrigens Michael Morgan, hat leider nicht nur einfach still Autogramme an mittel alte bis alte, vornehmlich weibliche, Fans verteilt. Nein er musste das ganze Center auch noch mit diversen Vollplaybackeinlagen mehr oder weniger erfreuen. Bei uns im Laden herrschte große Einigkeit, dass Schlager verboten gehört, da er Brechreiz und bestimmt auch Ohrenkrebs verursacht. Da wünscht man sich, man wäre schwer dem Alkohol verfallen. Volltrunkene Menschen auf Zeltfesten können soetwas bestimmt ertragen, oder gehen nur wegen des Nervenkitzels ob der Möglichkeit eine bleibende Hirnschädigung davonzutragen dort hin. Aber arme, wehrlose Mitarbeiter eines Shoppingcenters so zu quälen is gemein und hinterhältig. Das haben wir nicht verdient! Zum Glück war das Elend nach ner Stunde vorbei, auch wenn es sich viel viel länger angefühlt hat. Irgendwann hörten auch die verängstigten Kleinkinder wieder auf zu weinen.;)

Ich hoffe, der nächste Mensch, der meint die Welt mit schrecklichen Schlagern in Angst und Schrecken versetzen zu müssen, gibt Autogramme, wenn ich frei habe. Sonst fällt mir doch vielleicht mal ausversehen ein dicker Bildband aus der Hand und ein bis zwei Stockwerke tiefer auf dessen Kopf. Kann einem ja schon mal passieren, wenn man sich erschreckt.

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