Musikqualische Darbietungen

Oh, habe ich lange nicht geschrieben. Auch die 52Wochen habe ich schon etwas länger vernachlässigt und meine Leser falls es denn welche gibt mit Beitragsschreibverweigerung gelangweilt. Wenn ich Zeit und Lust dazu habe, werde ich mich dafür schämen.
Gründe für das, durch meinen Blog wehende Wollgras ist nicht die Ereignislosigkeit meines Lebens, sondern eher zu viel Beschäftigung und zu wenig Freizeit. Mir fällt grad auf, dass ich gar kein Wollgras meinte, sondern das Zeug, was immer in Western durch die Gegend rollt. Und kurz nachdem der wehende Grasballen gezeigt wurde, sieht man staubige Cowboys, die sich zum Duell aufstellen.

Bei Duell fällt mir der ESC (Eurovision Song Contest) ein. Am Dienstag und Donnerstag gab es die Semifinale. Da wurde sich auch wieder duelliert. Die Gegner: schreckliche Möchtegernsänger gegen ein argloses Publikum. Wobei es sich eher um Folter als um ein ausgeglichenes Duell handelte. Nee, eigentlich ist es mehr so ein SM-Ding. Sadistische Musikbeiträge quälen das willige masochistische Publikum, das teils vollkommen in Extase gerät.

Ich habe mir beide Semifinale angetan und war wie jedes Mal gegruselt, verwirrt und geschockt. Gegruselt und verwirrt von den Darbietungen und geschockt vom Endergebnis. Was läuft da eigentlich immer schief? Hab ich was an den Ohren oder der Rest der Zuschauer? Morgen gibt es das Finale und ich bin gespannt ob die 100jährigen Omis aus Russland oder doch die Schwedin mit der Kate Bush-Tanzeinlage gewinnt. Ach, ein wenig enttäuscht war ich auch. Es gab kein einziges Trickkleid.

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